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Umweltfreundliches Streugut aus Biomüll  zurück

Die Weiterverwendung von Abfallprodukten liegt voll im Trend. Dieser Trend ist jetzt auch bei Streugut angekommen. Neuerdings werden organische Abfallprodukte aus Mais, Trauben und Zuckerrüben zu Streugut weiterverarbeitet und auf winterlichen Straßen gegen Eis- und Schneeglätte eingesetzt.

Umweltfreundliches Streugut aus Biomüll

Der Markt für Streugeräte entwickelt sich kontinuierlich weiter. Auch jenseits des Profi-Bereichs hat sich der Einsatz von Streugeräten etabliert. Kein Wunder, denn sie machen das Streuen nicht nur einfacher, sondern auch wirtschaftlicher und umweltfreundlicher. Im Gegensatz dazu nutzen wir schon seit langem dasselbe bewährte Streugut. Aber Splitt, Sand, Salz und Co. sind nicht ohne Alternativen. ECHO Motorgeräte hat sich umgehört und ist auf überraschende Neuigkeiten gestoßen.


Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass auftauende Streumittel wie Salz oder Sole schädlich für Pflanzen, Tiere, den Boden und auch für Fahrzeuge sind. Der Einsatz als Streumittel ist somit problematisch und der Einsatz von Streusalz vielerorts verboten. Abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Sand sind für die Umwelt weniger schädlich als Salz. Sie zersetzen sich nicht und müssen deshalb im Frühjahr zusammengefegt werden. Dennoch ist ihre Energiebilanz schlechter als erwartet: Die Herstellung von Splitt und Blähton ist sehr energieintensiv und auch das Aufsammeln der abstumpfenden Streumittel beansprucht viel Energie. Ein erneuter Einsatz des Streuguts ist wegen der Verunreinigungen nicht möglich. In den letzten Jahren zeichnet sich eine Entwicklung ab, die nach umweltfreundlichen und nachwachsenden Rohstoffen für den Einsatz gegen Glatteis sucht. Organische Abfallstoffe weiterzuverarbeiten bietet sich hierbei durchaus an.


Die Maisspindel ist ein Abfallprodukt, das übrigbleibt, wenn ein Maiskolben vom Mais befreit wird. Dieses
Abfallprodukt wird zerkleinert, gesiebt, entstaubt und zu Granulat verarbeitet. Durch eine moderate Härte
und eine hohe Raumdichte wird Maisspindelgranulat als Bindemittel, Poliergranulat und auch als Streugut
eingesetzt. Entgegen vieler Erwartungen bleibt das Granulat auch im Kontakt mit Wasser stabil und wird
nicht schmierig. Die Dichte des Granulats liegt in etwa zwischen der von Grassamen und Rasendünger.
Maisspindelgranulat mit einer Korngröße von 4 bis 5 Millimetern kann somit problemlos mit den
Streugeräten von ECHO Motorgeräte ausgebracht werden. Ein weiterer Vorteil ist die biologische
Abbaubarkeit. Nach dem Winter kehrt man das Granulat einfach als Dünger ins Grüne. Kleiner
Wermutstropfen: Obwohl eigentlich ein Abfallprodukt, ist Maisspindelgranulat etwa doppelt so teuer wie
Streusalz.


Auch „SnowFree“ ist ein Streugut in granulierter Form. Es besteht zu 70 Prozent aus Traubenresten und
zu 30 Prozent aus Salz. Der organische Abfallstoff wirkt bei diesem Streumittel sozusagen als Schmelz-
Verstärker. Grundlage dieser Entwicklung ist die Beobachtung, dass Schnee in den Weinbergen schneller
schmilzt. Die Erklärung dafür: Bei der Zersetzung der Traubenmoleküle wird mehr Wärme abgegeben als
bei anderen organischen Abfällen. Diesen Effekt kombinierten die Macher von SnowFree mit den
Eigenschaften von Streusalz und konnten so 70 Prozent Salz einsparen – ein recht großer Anteil, auch
wenn auf die Verwendung von Salz nicht völlig verzichtet werden konnte. In der entsprechenden
Korngröße kann auch dieses Granulat mit allen Streuern von ECHO Motorgeräte ausgebracht werden.


„Safecote“ ist ein zähflüssiges Zucker-Salz-Gemisch. Es wird aus einem Nebenprodukt der
Zuckerherstellung und Salz gewonnen. Safecote eignet sich schon durch die recht schwierig zu
handhabende Konsistenz kaum für den Einsatz im kleineren Stil und wird vor allem auf Autobahnen und
Straßen eingesetzt. Auf solch großen Flächen findet es in den USA und in Kanada schon seit längerem
Anwendung. In den letzten Jahren wurde es auch in Österreich und in der Schweiz getestet. Während die
Schweizer mit dem alternativen Streugut zufrieden waren und die Benutzung ausdehnen wollen, ist man
in Österreich skeptisch. Es habe immer wieder Probleme mit Safecote gegeben, das Zucker-Salz-Gemisch
habe die Geräte einfach verklebt, so die ASFINAG.

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